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Kloster MuseumMuseum

Landschaft - Kunst - Uhrengeschichte. Das Klostermuseum in St. Märgen bietet einen breiten Querschnitt durch die wichtigsten Themen, die den Schwarzwald in den vergangenen Jahrhunderten prägten.

Klosterbildhauer Matthias Faller

Das Klostermuseum beherbergt einige der charakteristischen Werke des Klosterbildhauers Matthias Faller (1707 - 1791), der vor allem für die Klöster St. Märgen und St. Peter arbeitete. Große Barock- und Rokokoaltäre mit überbordenden Ornamenten entstanden von seiner Hand, ebenso wie kleine Hausaltäre und Uhrenschilde.

Die Schwarzwalduhr

Um 1660 fertigen die Schwarzwälder Uhrmacherbrüder Georg und Mathias Kreutz die ersten hölzernen Waaguhren. Bald beginnt der weltweite Siegeszug der Schwarzwalduhr. Mit diesem bis heute populären landschaftstypischen Produkt verbinden sich Klischees vom Kuckuck bis zum einsamen Uhrmacher. Die chronologisch aufgebaute Ausstellung zeigt die ganze Bandbreite der Uhrwerke und der geschnitzten und gemalten Schilde.

Sakrale Kunst und Volksfrömmigkeit

Im 18. und 19. Jahrhundert war es üblich, das ganze Haus mit religiösen Zeichen und Symbolen zu versehen. Diese Durchdringung des Alltags mit Devotionalien wie Gebetsbüchern, Andachtsbildern, Känsterle und Kruzifixen, die häufig von Wallfahrten mitgebracht werden, dient der eigenen, persönlichen Frömmigkeitsausübung. Die reiche St. Märgener Sammlung veranschaulicht somit heute zumeist verloren gegangene Praktiken der Volksfrömmigkeit.

Schwarzwälder Hinterglasmalerei

Die Schwarzwälder Hinterglasmalerei steht in enger Verbindung mit der Wallfahrt. Im Mittelalter ist die Wallfahrt oft eine Sühnefahrt. Sie ist eine Fernwallfahrt nach Jerusalem, Rom und Santiago de Compostela. An die Stelle der Fernwallfahrten treten die regionalen Wallfahrten. Die Entwicklung und der Vertrieb der für den Wallfahrtsort St. Märgen bedeutenden Schwarzwälder Hinterglasmalerei werden neben anderen historischen Handwerken wie der Schuhmacherei und der Trachtenstickerei im Museum dokumentiert.

Die Uhr aus dem Schwarzwald reist um die Welt

Das Museum zeigt die Handelsnetze und -methoden der Reisenden im 18. Jahrhundert, aber auch persönliche Schicksale. Das Leben des Andreas Löffler aus St. Märgen, der 1839 nach England geht, um als Händler zu arbeiten, berührt besonders. In über 20 Briefen an seine Eltern wird das Denken, Fühlen und Handeln dieses jungen Mannes aus dem Schwarzwald lebendig.

Anreise:

Öffnungszeiten

Sonntag 10:00 - 13:00 Uhr
Feiertag 10:00 - 13:00 Uhr

Saisonal abweichende Öffnungszeiten

24.12.2011 bis 08.01.2012
Mittwoch 10:00 - 17:00 Uhr
Donnerstag 10:00 - 17:00 Uhr
02.04.2012 bis 13.04.2012
Mittwoch 10:00 - 17:00 Uhr
Donnerstag 10:00 - 17:00 Uhr
01.05.2012 bis 02.11.2012
Mittwoch 10:00 - 17:00 Uhr
Donnerstag 10:00 - 17:00 Uhr

Preise

Normalpreis3,50 €Führungen zzgl. 2,00 €
Gäste mit Gästekarte3,00 €Führungen zzgl. 2,00 €
Gäste mit Hochschwarzwald Cardfreier EintrittKostenlose Führung
Gruppen (ab 6 Personen)3,00 €
Kinder unter 15 Jahren frei

Adresse

Kloster Museum St. Märgen
Rathausplatz 1
79274 St. Märgen
Telefon +49 7669 911817
rathaus@st-maergen.de

Freier Eintritt ins Kloster Museum

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Kommentare

1
Jean DEMARET
So, 29.01.12, 19:37 Uhr

Besichtigung des Klostermuseums in St Märgen.

Anlässlich eines Wochenendtrips (bin gerade zurück) im schönen Hochschwarzwald haben meine deutsche Frau und ich fast per Zufall das Klostermuseum in ST Märgen besichtigt, und wir möchten uns bedanken bei dem Museumsverein für die Qualität der Ausstellung, die uns gezeigt wurde. Ein wenig Anerkennung für die langwierige, zeitopfernde Arbeit, die dahinter steckt, von einer Handvoll motivierter Leute ehrenamtlich geführt, kann nicht schaden; also bravo und Hut ab.
Ein besonderer Dank an unseren Führer, Herrn Josef Saier, der uns mit Kompetenz und Humor fast zwei Stunden von seinem Leben geschenkt hat, damit wir spüren konnten, dass hinter den Exponaten Menschen gestanden haben, die diese Kunstwerke konszipiert, hergestellt, bemalt, und in fast allen Teilen der Welt verkauft haben, was in diesen Zeiten ein echtes Abenteuer war.
Nie werde ich eine altertümliche Schwarzwalduhr betrachten, ohne an diese Menschen zu denken.

Besten Dank und herzliche Grüsse
Jean Démaret